Sonja zu Gast im Radiokolleg auf Ö1
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Weggeschwemmte Trails, kreuz und quer liegende Baumstämme und eine wilde, faszinierende Landschaft begleiteten uns auf unserer ersten Etappe durch New Mexico. Die Gila Wilderness Area war die erste Wilderness Area in den Vereinigten Staaten. Unsere Reise führt uns quer durch dieses einmalige, von Menschen unbeeinträchtigte Gebiet. Da Wasser die kritische Ressource in New Mexico ist, haben wir beschlossen, dem Continental Divide Trail auf dieser Etappe nicht strikt zu folgen, sondern uns an den Wasserläufen zu orientieren.

So steigen wir am dritten Tag steil hinab in das beeindruckende Tal des Gila River, dem wir für einige Tage folgen wollen. Die Temperaturen tagsüber sind drückend heiß, und so stürzen wir und auch unsere Pferde sich sofort glücklich in das kühle Nass. Wir hatten uns auf einige gemütliche Reittage entlang des Flusses gefreut, doch die nächsten Tage sollten anstrengender werden, als gedacht. Hochwasser, das aufgrund der Schneeschmelze entstand, hatte Ende Jänner den Grossteil des Trails zerstört. Wir mussten über Schwemmholz klettern, umgeknickte Bäume umrunden und täglich bis zu 20x den Fluss durchqueren. Leni musste dabei immer wieder durch den Fluss schwimmen. Günter behauptete, es würde ihr Spaß machen – na ich weiß nicht! Wir kamen nur sehr langsam voran, und das am Beginn einer Reise, die uns über 5.000 Kilometer führen soll! Nach einigen Tagen erreichten wir die Cliff Dwellings, Felsenwohnungen, die im 12. Jhd gebaut wurden. Man hatte uns, vor unserem Aufbruch versichert, dass bis Anfang Juli in New Mexico kein Regentropfen fallen wird. Nun, dies war bereits unser dritter Tag, an dem wir zumindest ein bisschen nass wurden. Ja, es gibt immer wieder Ausnahmen von der Regel! Der Regen hilft uns aber auch, denn er lässt das Gras wachsen und füllt die ausgetrockneten Flussbetten mit Wasser. Die Cliff Dwellings sind für uns das Eingangstor zur Gila Wilderniss. Dieses Gebiet ist die Heimat von Hirschen und Rehen, wilden Truthähnen, Kojoten, Schwarzbären, Pumas, Wildschweinen und Eichhörnchen. Durch den spektakulären, engen Bear Canyon steigen wir hinab in das grüne Tal des Middle Fork Rivers. Wo immer man in New Mexico Wasser trifft, verändert es die Landschaft in unglaublichem Masse. Hier hat der Flusslauf über tausende von Jahren einen tiefen Canyon gegraben. Zu beiden Seiten ragen hunderte Meter hohe Sandsteinklippen auf. Das Flusstal ist tiefgrün und dicht bewachsen. Es ist wie der Eintritt in eine andere Welt. Riesige Eichen und Buchen wachsen am Flussufer, wilder Wein rankt sich um Baumstämme und Erdbeeren blühen. Leider ist es zu früh im Jahr zum Ernten. Unser Trail führt uns vorbei an den Jordan Hot Springs, heißen Quellen, die zum Baden einladen. Wir campieren am Fluss und ich versuche erfolglos mein Glück beim Fischen. So essen wir doch wieder nur Reis und Nudeln. Nach einigen Tagen entlang des Flusses steigen wir hinauf ins Hochland. Es ist ein steiler Anstieg, gemütlich im Sattel zu bewältigen, aber mit beängstigender Aussicht: unter einem Steigbügel der Steilhang bergauf, unter dem anderen 300 Meter Luft. Oben änderte sich die Landschaft schlagartig: der grüne Dschungel des Flusstals wich einem südländischen Pinien und Zedernwald. Nun hatten wir keine Probleme mehr mit vom Hochwasser weg gewaschenen Trails, dafür hatte ein Waldbrand vor einigen Jahren diesen Landstrich verwüstet. Die Rancher des National Forests kommen nicht nach, die umgefallenen Bäume von den Trails zu räumen. Vor allem, wo auch sie nur Handsägen in der Wildnis verwenden dürfen. Selbst 10 Jahre nach einem Brand, stehen immer noch Brandleichen herum, die jeden Moment unangekündigt umfallen können. Zum Glück ist es wenigstens nicht windig. Nach zwei Wochen, in denen wir kaum einen Menschen getroffen haben, und keine asphaltierte Strasse überqueren mussten, erreichen wir das kleine Dörfchen Reserve. Wir werden sehr herzlich aufgenommen, unsere Pferde dürfen wir in den Korrals des Rodeo Geländes unterbringen und daneben unser Zelt aufschlagen. Die Pferde haben sich ein paar Tage Pause verdient.

KONTAKT

Günter Wamser und Sonja Endlweber

Obere Müssing 8
Deutschland
97896 Rauenberg

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Telefon: +49 9377 1588
Fax: +49 9377 929 300

 

Barbara Kohmanns
Büro Abenteuerreiter

Konradinstr. 10
81543 München
Deutschland

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Telefon: +49 89 4805 8279
Fax: +49 89 6146 9556

 

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