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Pionier-Reise Patagonien

Unser persönlicher Abenteuerritt führte uns heuer in den South Chilcotin Mountains Park, im Südwesten Kanadas. Es ist ein Paradies für Wanderreiter, doch ich habe das Gefühl, dass wir rund 20 Jahre zu spät kommen. „I knew the land before man has touched it,“ erzählt uns Jamie Davidson. Wir begegneten dem Cowboy, mit den weißen Haaren und weißem Vollbart, und den lebendigen blauen Augen auf dem W.D. Trail, benannt nach W. A. “Big Bill” Davidson, einem Vorfahren von Jamie, und einem der ersten Pioniere, die in diesen Bergen nach Gold gesucht haben. Jamie ist in den Chilcotin Mountains aufgewachsen und hat seit seiner frühesten Jugend als Guide und Packer gearbeitet. Heute arbeitet Jamie für Tyax Outfitting und bringt Vorräte mit seinen Packpferden zu den Wildnis-Camps.

Früher waren es hauptsächlich Wanderreiter, die in diesen Camps übernachtet haben, auf ihren mehrwöchigen Touren durch die Berge. Heute sind es Mountainbiker. „Einerseits freue ich mich für die jungen Menschen, die hier herauskommen, die Natur erleben und etwas für ihre Gesundheit tun,“ meint Jamie, „Aber es geht doch alles viel zu schnell – sie starten morgens in Vancouver, fliegen mit dem Wasserflugzeug zu einem abgelegenen Bergsee, radeln durch die Berge und sind noch am selben Abend wieder zurück in der Stadt. It’s too fast!“

Auch wir hatten den Eindruck, dass das Gefühl von Wildnis für uns durch die Begegnungen mit den Radfahrern verloren geht. Es waren schöne Begegnungen, kurze aber interessante Gespräche, sympathische Menschen. Doch es passt einfach nicht, wenn dir nach sieben Tagen in der Wildnis eine Gruppe Mountainbiker entgegen kommt, frisch geduscht und in so strahlend sauberen Klamotten, dass sich unsere Pferde erschrecken, und dann erzählen sie dir, dass sie sich bereits jetzt auf das Bier am Abend in der Stadt freuen. Doch in unserer modernen Welt gibt es einfach keine Zeit mehr für wochenlange Reisen mit Pferden. Das Naturerlebnis muss daher wohl immer schneller sein. Ist unsere Art des Reisens nicht mehr zeitgemäß? Will überhaupt noch jemand wochenlang draußen sein? Doch dann entdecke ich es immer wieder, das Leuchten in den Augen, in den zunächst erstaunten Gesichtern, wenn ich auf die Frage, wie lange wir denn hier draußen unterwegs sind, mit „20 Tage“ antworte. Dabei wissen sie nicht einmal, dass dies nur ein Kurztrip ist. Die Sehnsucht ist da, nur die Zeit nicht. “Now I’m only doing fraight, I’m too old for anything else - Heute führe ich nur noch diese Packpferde, für alles andere bin ich zu alt.“ Mit breitem Grinsen reitet Jamie davon, auf kleinen, schmalen Pfaden durch die Berge. 2 Wochen wird er diesmal unterwegs sein. Staunend blicke ich ihm nach. Zu was dieser Mann wohl früher im Stande war, wenn er mit Mitte 70 „nur noch“ seine Packpferde beladen und wochenlang durch die Berge führen kann?

“Some of my happiest moments are experienced with a good horse under me and a winding trail before me.” Jamie Davidson

KONTAKT

Günter Wamser und Sonja Endlweber

Obere Müssing 8
Deutschland
97896 Rauenberg

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Telefon: +49 9377 1588
Fax: +49 9377 929 300

 

Barbara Kohmanns
Büro Abenteuerreiter

Konradinstr. 10
81543 München
Deutschland

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Telefon: +49 89 4805 8279
Fax: +49 89 6146 9556

 

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