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Für die Welt war sie nur ein Hund...
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Ab Steeg öffnet sich das Lechtal. Auf Feld- und Schotterwegen wandern wir entlang des Lechufers durch eine einzigartige Wildflusslandschaft. Türkisblau schlängelt sich das klare Wasser des Lechs völlig unreguliert durch sein weites Flussbett.

Was für schöne Augen Darinka hat, ein helles, glasklares Braun mit geheimnisvollem Inneren. Man kann sich richtig hineinversenken, in eine andere Welt. Darinka und ich verstehen uns immer besser. Sie weiß, was ich will, und sie macht es auch. Nun ja, meistens, sonst wäre es ja auch langweilig.

 

Und sie zeigt mir, wann sie Pause machen will, und ich gewähre sie ihr gönnerhaft. Ich habe ja ohnehin keine andere Wahl, aber das sage ich ihr nicht. Oft ist es Verhandlungssache, die Esel verlangen eine Pause, wir überreden sie noch ein Stück weiter zu gehen. Wir haben begonnen, uns aufeinander einzulassen. Langsam werden wir ein Ganzes. Anna fasst die Veränderung in Worte. „Anfangs waren wir wie ein Orchester, in dem einfach jeder gespielt hat, was und wie er wollte. Langsam wird’s harmonisch.“ Wir machen kurze und lange Pausen und kehren ein ins Gasthaus zur Gemütlichkeit zu Topfenstrudel und Kaffee und legen trotzdem über zwanzig Kilometer zurück. Ein Rekord, der zwar nicht wichtig ist, uns aber trotzdem mit Stolz erfüllt.

Am zweiten Tag im Lechtal ist die Schönwetterperiode, die uns seit Beginn der Reise begleitet hat, endgültig vorbei. Seit dem Morgen regnet es fast ununterbrochen. Darinka und Ronja scheint der Regen nichts auszumachen. Unermüdlich trotten sie neben uns her. Sie verschwinden fast unter ihren großen, blauen Regendecken, die auch das Gepäck abdecken. Jetzt bin ich froh, dass wir diese schweren, teuren Decken mitgenommen haben. Denn Esel werden nicht gerne nass. Anders als bei Pferden, ist das Fell der Esel nicht so wasserabweisend. Es saugt sich voll wie ein Wollpullover und hält den Esel nicht mehr warm. Der Heusack unter der Decke macht einen Höcker auf Darinkas Rücken. „Sie sieht aus wie ein Kamel“, ruft Anna lachend. „Hör nicht auf sie“, tröste ich meine Eselin. „Du bist der schönste Esel der Welt.“ Darinka sieht mich aus ihren großen, traurigen Augen an. Es ist ihr völlig egal, wie sie aussieht, Hauptsache sie wird nicht nass.

Im strömenden Regen wandern wir Richtung Fluss. Eine Autobrücke führt hinüber, der Radweg unten durch. Sollen wir unter der Brücke schlafen? Ein Fahrzeug kommt uns im Regenschleier entgegen, die Reifen werfen Wasserfontänen in alle Richtungen. Egal, wir sind ohnehin bereits durch und durch nass. Der Wagen wird langsamer und hält schließlich neben mir an. „Wollt ihr keinen Stall für eure Esel?“, ruft mir der Fahrer durch das Prasseln des Regen zu. „Ja, schon, …“, antworte ich zögernd. „Kommt mit, ich hab da was für euch!“, fordert er uns auf. Wenig später stehen die Esel im trockenen, warmen Stall und mampfen zufrieden an ihrem Heu. Wir bekommen eine heiße Gemüsesuppe, dürfen im Wohnkeller schlafen und unsere nassen Sachen trocknen.

KONTAKT

Günter Wamser und Sonja Endlweber

Obere Müssing 8
Deutschland
97896 Rauenberg

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Telefon: +49 9377 1588
Fax: +49 9377 929 300

 

Barbara Kohmanns
Büro Abenteuerreiter

Konradinstr. 10
81543 München
Deutschland

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Telefon: +49 89 4805 8279
Fax: +49 89 6146 9556

 

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