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Über eine breite Holzbrücke können Fußgänger und Radfahrer die Bregenzer Arche bequem überqueren. Nur unsere zwei Esel bleiben beim Anblick der Brücke stocksteif stehen. „Ach kommt“, seufzt Anna. „Ihr seid schon über ganz andere Brücken gegangen. Diese ist wirklich kein Problem… glaubt mir doch …“ Ronja und Darinka sind anderer Meinung. Ein Fußgänger kommt vorbei: „Na, störrisch wie ein Esel?“, fragt er lachend.

 

Ich setze ein gezwungenes Lächeln auf, Kommentare wie dieser nerven. Anna holt eine Karotte aus ihrer Tasche, schneidet sie in kleine Stückchen und legt eine Fährte über die Brücke. Doch kaum ist sie damit fertig, kommt ein Hund über die Brücke gelaufen und frisst sämtliche Karotten auf. Als Anna gerade die zweite Karotte zerteilen will, marschiert Ronja allen voran alleine über die Brücke. „Ronja, du bist großartig“, ruft Anna und folgt ihrer Eselin über die Brücke. „Der beste Esel der Welt!“ Nun geht auch Darinka anstandslos über die Brücke. Ihre Hufe klappern auf den Holzlatten.

In Schröcken gönnen wir unseren Eseln zwei Tage Pause. Dann steigen wir auf zur Alpe Unterauenfeld. Die Ruhetage haben ihnen gut getan, Ronja und Darinka marschieren in flottem Tempo den Berg hinauf. Auf der Alpe werden wir von einem jungen Team willkommen geheißen. Sechs Burschen und Mädels im Alter zwischen 12 und 27 Jahren arbeiten den Sommer über auf der Alpe. 73 Kühe melken sie jeden Morgen und Abend, und verarbeiten täglich rund 1.000 Liter Milch zu vier großen Laiben Käse. Die Arbeit erfolgt zeitig in der Früh, lange bevor die Wanderer kommen, die uns am Nachmittag zu Dutzenden mit Fragen bestürmen. Als es uns zuviel wird, flüchten wir ins hinterste Eck der Weide. Dort belagern uns nur die Kühe, die neugierig unsere Ausrüstung beschnuppern und abschlecken. Zum Glück verbringen sie die Nacht im Stall.

Am nächsten Morgen wandern wir weiter nach Lech. Beim Abstieg verfolgt uns eine Kuhherde. Sicherheitshalber habe ich Leni in meinen Rucksack gesteckt. Sie hechelt mir ins Ohr. Meine Schultern schmerzen unter den sieben zusätzlichen Kilogramm. Die Kühe drängen sich auf dem immer schmäler werdenden Weg so dicht an uns heran, dass mir ganz anders wird. Auch Darinka wird nervös und will sich am liebsten losreißen und auf und davon laufen. Anna übernimmt beide Esel, während ich versuche, die Kühe zu vertreiben. Ich schreie sie an, werfe die Arme auf und ab, und schwinge meine Regenjacke vor ihren Nasen. Meine Vorstellung ist bühnenreif, doch die Kühe sind völlig unbeeindruckt und weichen kaum zurück. Immer mehr Rinder kommen von allen Seiten auf uns zu. Im Vergleich zu diesen Kühen sind die Wölfe und Bären in Kanada ein Klacks! „Wir sind gleich am Gatter“, ruft Anna. Wir schleusen die Esel durch und atmen erleichtert auf, als wir das Gatter wieder hinter uns schließen. Die Kühe glotzen uns über den Zaun hinweg nach. Vor uns führt der enge Pfad über eine schmale Holzbrücke. Darunter tobt der Gebirgsbach. „Darinka, bitte, geh über diese Brücke. Alles, nur nicht zurück durch diese Kuherde.“ Ausnahmsweise ist Darinka meiner Meinung und marschiert seelenruhig über die Brücke. Am anderen Ende falle ich ihr um den Hals. Stoisch lässt sie es über sich ergehen, dann reibt sie ihre Lippen an meiner Schulter und sabbert mich voll. So richtig passen unsere Vorstellungen von Zärtlichkeit noch nicht zusammen.

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Günter Wamser und Sonja Endlweber

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Barbara Kohmanns
Büro Abenteuerreiter

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81543 München
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